Wie sieht die Zukunft des Angelsports am Niederrhein aus? Und wie schafft es ein Traditionsverein, modern zu bleiben? Wir haben uns mit Christian Lotz getroffen, um über die Vision, die Herausforderungen und die kommenden Meilensteine des ASV Rotfeder Alpen e.V. zu sprechen.

Frage: Christian, der ASV Rotfeder wurde 1963 gegründet. Wenn du auf die heutige Zeit blickst: Was zeichnet den Verein aktuell besonders aus?

Christian Lotz: Ganz klar die Mischung aus Kontinuität und Aufbruchstimmung. Mit rund 180 Mitgliedern haben wir ein starkes, stabiles Fundament. Was mich besonders stolz macht, ist unser Altersdurchschnitt von etwa 45 Jahren. Das ist für einen Angelverein fantastisch! Bei uns sitzen nicht die „alten Herren“ isoliert am Wasser, sondern wir haben eine lebendige Gemeinschaft, in der erfahrene Angler ihr Wissen ganz natürlich an die Jüngeren weitergeben.

Frage: Das Thema Naturschutz wird auf eurer neuen Website sehr großgeschrieben. Warum ist das so wichtig für euch?

Christian Lotz: Weil Angeln und Naturschutz untrennbar zusammengehören. Wir sind keine reine „Entnahme-Gemeinschaft“, die nur Fische fängt. Unsere Vision ist es, die fünf wunderbaren Seen, die wir bewirtschaften – wie unseren geliebten „Dickmann“ oder die Anlage in Schermbeck –, als intakte Ökosysteme für die nächsten Jahrzehnte zu erhalten. Wenn wir Uferbiotope pflegen oder den Fischbesatz nachhaltig planen, tun wir das für die gesamte Region. Wir Angler sind oft die Ersten, die merken, wenn ein Gewässer Hilfe braucht, und wir sind die Ersten, die anpacken.

Frage: Ein großes Highlight des Vereins ist die aktive Jugendgruppe. Welche Vision verfolgt ihr im Bereich der Nachwuchsarbeit?

Christian Lotz: Die Jugend ist unsere Zukunft – so simpel ist das. Unsere Vision ist es, den Kids einen echten Gegenpol zur digitalen Welt zu bieten. Alle zwei Wochen holen wir sie raus in die Natur. Es geht darum, Geduld zu lernen, Verantwortung für die Kreatur zu übernehmen und echten Teamgeist zu erleben. Wir wollen den Jugendlichen zeigen, wie faszinierend unsere heimische Natur ist. Wer als Jugendlicher gelernt hat, respektvoll mit Fisch und Gewässer umzugehen, wird auch als Erwachsener den Naturschutzgedanken weitertragen.

Frage: Wenn du drei Jahre in die Zukunft blickst: Wo steht der ASV Rotfeder dann?

Christian Lotz: Ich sehe einen Verein, der digitaler und moderner in der Kommunikation geworden ist – unsere neue Website ist da genau der richtige Schritt –, ohne dabei seine gemütlichen Wurzeln zu verlieren. Ich wünsche mir, dass unser monatlicher „Hüttentreff“ weiterhin die zentrale Anlaufstelle für Jung und Alt bleibt. Und visonär arbeiten wir natürlich daran, die Qualität unserer Gewässer trotz des Klimawandels und veränderter Umweltbedingungen stabil zu halten.

Frage: Letzte Frage: Was rätst du jemandem, der überlegt, bei euch Mitglied zu werden, sich aber noch unschlüssig ist?

Christian Lotz: Nicht lange zögern, sondern einfach vorbeikommen! Pack die Rute ein oder komm einfach auf ein Kaltgetränk zu unserem nächsten Hüttentreff. Wir beißen nicht – wir angeln nur! Jeder, der die Natur liebt und eine ehrliche Gemeinschaft sucht, ist bei uns mit offenen Armen willkommen.

Über Christian Lotz: Christian engagiert sich leidenschaftlich für die strategische Ausrichtung, den Gewässerschutz und die Gemeinschaft des ASV Rotfeder Alpen e.V. Er steht für einen modernen Verein, der Tradition bewahrt und die Zukunft im Blick hat.


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